Inklusion ist seit Inkrafttreten der UN Behindertenrechtskonvention von 2008 ein Menschenrecht. Das heißt: jeder Mensch hat das Recht darauf, ein Leben gemäß seinen eigenen Bedürfnissen und Befähigungen in der Mitte der Gesellschaft zu führen. Die weltweite Stärkung dieses Rechts ist das Hauptanliegen des Global Disability Summits. Der Gipfel findet 2025 zum dritten Mal statt und wird gemeinsam von Deutschland und Jordanien am 2. und 3. April in Berlin ausgerichtet. Das BMZ und sein externer Partner Poolgroup haben Jung von Matt HAMBURG mit der Entwicklung einer Kommunikationskampagne rund um den Global Disability Summit beauftragt.
Für die Agentur ist dieses Projekt ein weiterer Schritt im Ausbau ihres Engagements für Public Brands – Marken und Auftraggebern aus Politik, Gesellschaft und öffentlicher Hand. Bereits zuvor war Jung von Matt HAMBURG u. a. für Bündnis 90/Die Grünen, Hamburg Marketing, das Berliner Ensemble und die Bühnen Köln tätig. Mit dem Summit erweitert die Agentur ihr gesellschaftlich relevantes Portfolio – und überträgt gezielt ihre Erfahrung aus B2B- und B2C-Markenkommunikation auf öffentliche Themen.
Mehr als ein Gipfel: Inklusion sichtbar machen
Ziel der Kampagne ist es natürlich auf den Global Disability Summit aufmerksam zu machen. Gleichzeitig soll sie aber auch Awareness für das Thema Inklusion über den Kreis an teilnehmenden Delegierten und die Community von Menschen mit Behinderungen hinausschaffen. Denn Inklusion geht alle Menschen etwas an. Die von Jung von Matt HAMBURG entwickelte Kampagne und der zugehörige Film laufen unter dem Motto “I Can’t”. Die Kampagne suggeriert dabei, dass die Protagonistinnen sich nicht für die Inklusion auf der Welt einsetzen können, weil sie mit einer Behinderung leben. In Wirklichkeit können sie am 2. und 3. April nichts zum Global Disability Summit beitragen, weil sie alle ein erfülltes Leben in der Mitte der Gesellschaft führen und anderweitig verplant sind. Ein Twist in der Erzählung, der eine defizitäre Erwartungshaltung in der Gesamtgesellschaft gegenüber Menschen mit Behinderungen entlarvt.
Echte Stimmen statt Schauspiel
Die fünf Protagonist:innen der Kampagne (Hülya Marquardt, Dr. Leopold Rupp, Erdin “Mr Blindlife” Ciplak, Tamara Roeske und Clara Holmes) sind keine Schauspieler:innen. Sie sind echte Menschen mit echten Leben, die mehr können, als die Gesamtgesellschaft ihnen auf den ersten Blick zutraut. Und sie setzen sich mit dieser Kampagne für einen offeneren und inklusiveren Umgang mit Menschen mit Behinderungen ein, um, wie die Kampagne sagt, vielen weiteren Menschen “die Chance zu geben, mehr zu können, als man denkt”.
Innerhalb der Community von Menschen mit Behinderungen gibt es einen klaren Grundsatz: “Nothing about us without us.” Deshalb waren die Sozialheld*innen e.V. steter Begleiter des Prozesses – und vor allem Jonas Karpa, Journalist, Medien- und Musikwissenschaftler sowie Experte für Inklusion und Barrierefreiheit, stand der Agentur und dem BMZ jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.
Der verantwortliche Kreativdirektor Benedict Becker sagt zu der Kampagne: “Ich bin unglaublich dankbar für dieses Projekt. Denn über die Beschäftigung mit Inklusion und die Zusammenarbeit mit den vielen tollen Menschen, die unsere Kampagne ausmachen, versteht man sehr schnell: Inklusion ist kein Minderheitenthema. Unsere Gesamtgesellschaft wird davon profitieren, wenn sie alle ihre Mitglieder einbezieht und sich darum bemüht, allen Menschen Teilhabe zu ermöglichen. Neben der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung des Themas haben wir außerdem sehr viel darüber gelernt, wie wir auch unsere eigene Arbeit und unsere Produkte inklusiver und im Kern ihrer Sache “für alle Menschen gemacht” denken können. Dieses Projekt hat meinem Team und mir eindrücklich gezeigt, dass auch unser täglich Brot – die Kreation – barrierefrei sein kann und barrierefrei sein sollte. Und diese Erkenntnis werden wir mit auf alle zukünftigen Jobs nehmen.”
Die Kampagne läuft vom 13.03.25. – 04.04.25 und besteht neben dem 80-sekündigen Bewegtbild aus OOH-Motiven in und um Berlin und begleitenden Maßnahmen auf Social Media.
Und hier der YouTube-Spot: https://www.youtube.com/watch?v=Worc3AxXPF8
Mehr zum GDS: https://www.bmz.de/de/aktuelles/global-disability-summit
Verantwortlich bei Jung von Matt HAMBURG
Thomas Heyen (Managing Director), Peter Ströh (Managing Director), Benedict Becker (Creative Director Copy), Tim Blunck (Senior Art Director), Finn Mangels (Junior Concept Creative), Jule Gerlach (Junior Art Director), Maren Winter (Client Service Director), Lara Stephan (Senior Project Manager), Lea Rieckborn (Junior Project Manager), Asli Aykut (Producer), Anna Nadler (Senior Creator Solutions Manager)